Uraufführung
Eröffnungsproduktion für das neue Kulturelle Stadtlabor „PALAIS KABELWERK“
von Ana Bilic, Jasmina Eleta, Ursula Knoll & Rhea Krcmárová
Do, 1. Oktober, 19.30h (Premiere)
Folgevorstellungen: 3., 4., 5., 9., 16., 17., 21., 27. und
28. Oktober, 19.30h, Saal 1
Palais Kabelwerk, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien, U6-Station Tscherttegasse
Karten: EUR 16,– / EUR 9,– (ermäßigt) · Wahlabo: 5 Karten EUR 39,–
Wer, was, wie und wo ist Wien? Die vier Autorinnen schaffen mit ihren subjektiven Blicken auf Besonderheiten dieser Stadt ein dramatisches Kaleidoskop. Die kulturelle Vielfalt ihrer Herkunft spiegelt sich in den Texten, nachzulesen in der Anthologie „wortstaetten n°4“, wieder. Charmante, abgründige, poetische Geschichten aus dem Wien von heute. Irgendwo zwischen der S-Bahnstation Zentralfriedhof, dem Prater und einem Zimmer im AKH liegt die Antwort auf die oben gestellten Fragen.
Vier Schriftstellerinnen aus den Herkunftsländern Kroatien, Österreich, Schweiz und Tschechische Republik bilden das Autorenensemble.
Es spielen: Claudia Kottal, Gundula Rapsch, Katharina Vana; Christoph Baumann, Alexander Braunshör
Regie: Hans Escher
Musik: Franz Hautzinger
Ausstattung: Renato Uz
Dramaturgie: Wolfgang Stahl,
Bernhard Studlar
Technische Leitung & Lichtgestaltung: Erich Heyduck Ton: Roumen Dimitrov
Assistenz Regie: Stefan Huber Assistenz Ausstattung: Johanna Rille
Ana Bilic: Im Prater
Wien. Prater.
Frau Zuckermeier, eine Wienerin, und Haris, ein Bosnier, geraten aneinander. Warum? Der Hund von Haris besteigt Frau Zuckermeiers Rassehündin. Klassenkampf auf der hundefreien Wiese. Zwei Welten prallen aufeinander. Bürgertum versus Migration. Doch auch im Streit finden sich unvermittelt Berührungspunkte.
Jasmina Eleta: Gute Besserung
Wien. Allgemeines Krankenhaus.
Gazmend hat seine Heimat im Kosovo verlassen. Mit der bevorstehenden Herzoperation verbindet er die Hoffnung auf einen Neubeginn in Wien. Im AKH trifft er auf einen weiteren Herzpatienten. Bekim lebt schon lange in Wien, für sein neues Leben hat er seine Heimat verloren.
Ursula Knoll: netzlashnest
Wien. S-Bahn-Station Zentralfriedhof.
Susanne und Anna warten auf den Zug. Aus dem Schneetreiben taucht eine Amerikanerin auf. Jodi. Sie sucht das Zentrum von Wien und landet im Netz der beiden Schwestern; eine fremde Welt.
Rhea Krcmárová: Aus dem Fenster
Wien. Alsergrund.
Die alte Dame und die junge Frau verbindet eine jahrelange Freundschaft und die Liebe zur klassischen Musik. Als die alte Dame ins Pflegeheim zieht, wird sie plötzlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, denn vor ihrem Fenster liegt ein alter jüdischer Friedhof.
Ana Bilic, geboren 1962 in Zagreb, lebt seit den 1990ern in Wien. Sie schreibt Prosa, Lyrik und Theaterstücke und arbeitet als literarische Übersetzerin.
2007 1. Preis beim Festival des Geschichtenerzählens „Pricigin“ in Split für die Kurzgeschichte „Am anderen Ufer der Erfolg“; 2008 Gewinnerin des von den wiener wortstaetten gestifteten DramatikerInnenwettbewerbs „schreiben zwischen den kulturen“ mit dem Stück „Glück auf, Ausländer!“. www.ana-bilic.at
Jasmina Eleta, geboren 1975 in Zürich, studierte an der dortigen Hochschule für Gestaltung und Kunst, Studienbereich Textil. Seit 2004 Regie- und Drehbuchstudium an der Filmakademie Wien bei Michael Haneke bzw. Walter Wippersberg.
2007 „Wiens Kultursöldner“, Kurzdokumentation (Regie), eingeladen zum Festival Skena-Up 2007 Prishtina/Kosovo; 2008 „Fern und Nah“, Kurzfilm, Drehbuch nominiert zum „scec-script-Award“ (Drehbuchwerkstatt Salzburg); derzeit Arbeit an ihrem ersten Drehbuch für einen abendfüllenden Spielfilm.
Ursula Knoll, geboren 1981 in Wien, Studium der Germanistik / Judaistik / Deutsch als Fremdsprache in Wien und Bischkek (Kirgistan).
2004/05 Teilnahme am DramatikerInnenworkshop „TheaterSchreiben“ des Burgtheaters Wien unter David Spencer und Bernhard Studlar; 2006 Teilnahme am Forum Junger AutorInnen des Festivals „New plays from Europe“ in Wiesbaden; 2006 Gewinnerin des Kurzdramenwettbewerbs von DramaX, Wien; 2007/08 Autorin der wiener wortstaetten mit dem Stück „der weg ins glück“ (Einladung zum Stückemarkt der Berliner Festspiele), 2009 Thomas-Bernhard-Stipendium des Landestheater Linz; derzeit Arbeit an der Dissertation „Figurationen von Sexualität, ‚Rasse‘ und NS-TäterInnenschaft im westeuropäischen Shoah-Erinnerungsdiskurs“ (Universität Wien).
Rhea Krcmárová, geboren in Prag, 1981 mit Familie aus der Tschechoslowakei gegangen (worden). 5 Jahre staatenlos, seit 1986 österreichische Staatsbürgerin. Studium der Theaterwissenschaft (unvollendet), Ausbildung in klassischem Gesang und Schauspiel sowie Kulturmanagement.
2006 Preisträgerin des Literaturwettbewerbs „schreiben zwischen den kulturen“; 2006/07 Autorin der wiener wortstaetten mit dem Stück „Reigen reloaded“; 2007 Konzeptkunstprojekt „Schönheit zum Quadrat” im Rahmen der wiener wortstaetten; 2008 Teilnahme am Forum Junger AutorInnen des Festivals „New plays from Europe“ in Wiesbaden; seit 2009 Zusammenarbeit mit der Malerin Eva Flatscher (Lightpainting-Performance). www.krcmarova.com